The Fugitives
 
"The Promise of Strangers"

Die Band The Fugitives wurde 2007 gegründet und hat vier Vorgängeralben veröffentlicht, die für mehrere kanadische Folk Music Awards und einen Western Canadian Music Award nominiert waren. Ihr Album Everything Will Happen war zehn Wochen lang in den Top 10 der kanadischen Folkcharts und brachte ihnen eine Support-Tour mit Buffy Sainte-Marie sowie einen Auftritt beim Glastonbury Festival ein.
 
 

Das fünfte Album der kanadischen Band The Fugitives ist ein Album der Widmungen - zum Großteil für Menschen, mit denen die Band nie selbst gesprochen hat. "No Words" ist ein Stück für Leonard Cohen, entstanden am Tag nach seinem Tod, "Orlando" ist eine Erinnerung an das Massaker im Nachtclub Pulse 2016. Das letzte Stück auf dem Album, "Lights Out", ist Adam Capay gewidmet, einem indigenen Gefängnisinsassen, der vier Jahre lang in Einzelhaft im Thunder Bay-Gefängnis in Nord-Ontario saß, ohne dass jemals das Licht in seiner Zelle ausgemacht wurde. Zwei der Songs sind wiederum an fiktionale Charaktere gerichtet: "Till It Feels Like Home" an den Protagonisten der preisgekrönten kanadischen Show Orphan Black und "Wild One" an den heranwachsenden Helden in Regisseur Randall Okitas Filmdebüt The Lockpicker.

Aber auch die Freunde und Familienmitglieder der Band werden mit Widmungen bedacht. "See This Winter Out" handelt von einem jungen Freund der Band, der sich einer Krebsbehandlung unterzieht, "London in the Sixties" von der möglichen Reue, die man nach der Auswanderung empfindet und "My Mother Sang" ist eine dankbare Ode an die Mütter der beiden Songschreiber Adrian Glynn und Brendan McLeod, die beide die übermenschliche Aufgabe meisterten, drei Söhne aufzuziehen. In diesen Songs geht es darum, dass auch die Familie und enge Freunde uns in schwierigen Situationen distanzierter von uns erscheinen können

Im Zentrum der Instrumentierung auf The Promise of Strangers stehen ähnlich wie auf dem letzten Album akustische Gitarre, Klavier, Banjo und Violine, aber das Songwriting wie auch die musikalischen Arrangements gehen einen Schritt weiter. In "No Words" singt ein Gospelchor, "London in the Sixties" enthält ein waghalsiges Bariton-Saxophon-Solo, in "Orlando" gibt es Synth- und "Effected Drum"-Klänge, "Come Back Down" enthält Röhrenglocken und Gang Vocals und "Lights Out" endet mit Streichern.

Produziert von John Raham (Dan Mangan, Frazey Ford) und mit Gastauftritten von langjährigen musikalischen Weggefährten und Freunden wie Steve Charles, Ali Romanow, Carly Frey und Ben Elliott ist das Album eine Hommage an die dynamischen, widerstandsfähigen, hyperklugen Menschen, die deinen Lebensweg ändern können. Selbst wenn du sie nie kennengelernt hast. Und selbst dann, wenn du sie erfunden hast.