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Im Sommer 1989 wurde die Kölner Soulformation aus der Taufe
gehoben. Zwölf Profimusiker, die als Begleit- oder Studiomusiker
großer Namen ihre Erfahrungen gesammelt hatten, taten sich
zusammen, um ihrer gemeinsamen Leidenschaft - dem Soul - zu huldigen.
Viele Bandmitglieder tourten und touren mit bundesdeutschen Größen
wie Jule Neigel, den Vocaleros, Tic Tac Toe, Randy Crawford, Sandy
Reed, Anne Haigis, Jean Shy, Adam Holzmann oder Frank Nimsgern.
Binnen von zwei Jahren waren die Katzen schon zu groß für
kleine Clubs. Die "Soulcats" hatten sich innerhalb kürzester
Zeit in die großen Hallen und ins Fernsehen gespielt (u.a.
"Ohne Filter", ARD und "RTL Nacht-Show").
Das Ensemble hatte ein unbändiges Temperament und eine gute
Portion Humor. Vielleicht war es das, was das Publikum faszinierte.
Auf jeden Fall aber das eigene musikalische Profil, das die Band
aus der weiten Schar gängiger Coverformationen hervor hob.
Vielleicht war es aber auch die Liebe zum Soul, die den berühmten
"Funken" ins Publikum sofort überspringen ließ.
Wenn die Band mit ihrem Repertoire von Funk über Soul, R&B
bis hin zum Jazz loslegte, wurde jedes müde gewordene Tanzbein
wieder wach. Mit ihrem "voluminösen, ungeheuer tanzbaren
Sound" (Kölner Stadtanzeiger) gewannen sie sofort die
Herzen des Publikums. Andere Zeitungen attestierten ihnen sogar
eine "brandstifterische Wirkung, die ein loderndes Feuer entfacht
und eine schweißtriefende Menge zurückläßt".
Die Soulcats spielten eigens arrangierte Klassiker des Stax-, Motown
und Atlantic-Soul bis hin zu zeitgenössischem Brit-Soul. Und
auch eigenes Songmaterial. Durch die Hochachtung, mit der diese
Musiker Soul spielten, erklärt sich die Sorgfalt, die bei jedem
der neuen Arrangements angewandt wurde. Die Soulcats galten als
die unangefochtenen Coverspezialisten, waren perfekt aufeinander
eingespielt und mit ihrer großen Erfahrung unschlagbar. "Ein
verrückter Haufen, der Musik macht, die in die Sinne fährt
und die Knie weich werden läßt. Musik, die am nächsten
Morgen ihre Spuren auch noch in Form eines heftigen Muskelkaters
hinterläßt." (Badisches Tageblatt).
Viel Kompetenz, viele Egos - 1998 war Schluss. Übrig blieben
drei akustische Dokumente: der Rohdiamant "live" (das Debut-Album),
"The Return ..." zweifelsohne das Highlight der Karriere
und "Raw" - gut, aber nicht ganz die Klasse des zweiten
Albums.
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